Jagdschloss Moritzburg

Das Schloss ist 15 Kilometer nordwestlich von Dresden gelegen. Es ist nach Herzog Moritz benannt, der dort sein Jagdschloss errichten ließ. Das Schloss gehörte zu den ersten Renaissancebauten in Sachsen und bildet den Kern des heutigen Jagdschlosses, der 1723 - 36 von Matthäus Daniel Pöppelmann im Auftrag von August dem Starken erbaut wurde. Der Wettiner - Herrscher konnte sich jedoch nicht am Schloss erfreuen, weil er 3 Jahre vor der Vollendung des Baues gestorben ist.

Pöppelmann schuf zusammen mit Johann Christoph Knöffel die barocke Vierturmanlage mit Balustraden und Terrassen über einem H - förmigen Grundriss, mit 4 Prunksälen und mehr als 200 Zimmern. Die ganze Anlage wurde in den Farben des sächsischen Barock gehalten - Ocker und Weiß . Um das Schloss herum wurden 1730 ein französischer Park, ein 980 m 340 m großer Schlossteich und auch 34 kleinere Teiche angelegt. In der Nähe befindet sich das Fasanenschlösschen, das von Johann Gottlieb Hauptmann im Auftrag von August dem III. gebaut wurde. Es diente ihm als sein Sommerwohnsitz. Heute zeigt darin das Dresdner Museum für Tierkunde eine Sammlung von Exemplaren der heimischen Vogelwelt.

Seit 1947 ist die Moritzburg ein Barockmuseum. Zu den wertvollsten Exponaten gehören eine Christusfigur von Balthasar Permoser, die sich in der Schlosskapelle befindet und das "Hubertuswunder" in der Porzellansammlung. Dazu kommen noch vergoldete Ledertapeten, Gemälde von Lucas Cranach, sowie Kutschen und Sänften. Einzigartig ist die Trophäensammlung. Zu der größten Sehenswürdigkeit gehört der "Große Moritzburger 24 - Ender" im Speisesaal - das Geweih des stärksten Rothirsches der Welt.

Zu der Schlossanlage gehört auch das 40 Hektar große Wildgehege und das Hengstdepot. Das Gehege mit seinem Wildbestand wurde von August dem Starken angelegt. Im Hengstdepot werden vor allem Halbblüter für den Reitsport gezüchtet.

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