Frauenkirche

Die Frauenkirche, ein lutherischer Zentralbau, gehörte zu den singulären Leistungen der Baukunst in Europa. Das Gebäude, das sich auf dem Neumarkt befand, ist durch das englisch - amerikanische Bombardement am 13. Februar 1945 fast völlig ausgebrannt. Zwei Tage nach dem Bombenangriff ist auch noch die Kuppel eingestürzt. Die Ruine der Kirche ist auf Anordnung der damaligen DDR als Mahnmal gegen den Krieg und für Frieden stehen geblieben.

Anders als die katholische Hofkirche war die Frauenkirche ein protestantischer, von den Bürgern finanzierter Sakralbau. Als Vorgängerbau stand hier im 11. Jahrhundert die erste Steinkirche St. Marien. Diese Basilika war die älteste Pfarrkirche Dresdens; im 15. Jahrhundert wurde sie durch eine spätgotische Hallenkirche ersetzt und im 18. Jahrhundert wurde diese Kirche abgerissen . Die Frauenkirche wurde in den Jahren 1726 - 34 im Stil des Hochbarock mit Anlehnung an den Klassizismus errichtet. Ratszimmermeister George Bähr entschied sich für einen Zentralbau mit quadratischem Grundriss, bei dem Kuppel und Unterbau miteinander verschmolzen. Bis zur diesen Zeit war diese Bauart nur in den protestantischen Kirchen Schlesiens praktiziert worden.

Die Frauenkirche bot Platz für 5000 Gläubige. Altar, Kanzel und Prospekt der Silbermannorgel waren Arbeit von Johann Christian Feige dem Älteren. Die Kuppel, die mit einer Laterne geschmückt wurde, erreichte eine Höhe von 95 m und einen Durchmesser von 23,5 m und wurde von den Dresdnern "steinerne Glocke" genannt. Vor der Frauenkirche befand sich das Luther - Denkmal, das bis heute noch vor der Ruine steht.

Im Jahre 1989 entstand eine Bürgerinitiative, deren Ziel der Wiederaufbau der Frauenkirche war. 1991 wurde ein Beschluss zum Wiederaufbau angenommen und 2 Jahre später begann die Enttrümmerung. Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) ergriff die Initiative und rief alle Bürger zu Geldspenden für den Wiederaufbau dieser Kirche auf.

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